Offene Ganztagsgrundschule - OGGS

  • Über uns

    Auch nach dem Unterricht gut aufgeboben – Wir als OGGS sorgen dafür!

    Um den Bildungsauftrag erfolgreich umsetzen zu können, wurde in der Gemeinschaftsgrundschule Büttenberg im August 2005 die Offene Ganztagsgrundschule (OGGS) in der Trägerschaft der Stadt Ennepetal mit 25 Kindern eingerichtet.

    Zum Schuljahresbeginn 2007/2008 kam eine zweite Gruppe hinzu. Die Nachfrage nach freien Plätzen war so groß, dass zum Schuljahr 2017/2018 eine weitere Gruppe entstand. Im August 2022 wurde die OGGS auf vier Gruppen erweitert und bietet bis zu 100 Kindern eine verlässliche und liebevolle Betreuung.

    Unter einem Dach vereinen sich Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Spielen und vielfältige Bildungsangebote aus unterschiedlichen Bereichen.

    Ein wesentlicher Bestandteil des offenen Ganztages ist die freizeitpädagogische Betreuung während des Freispiels.

    Das tägliche spielpädagogische Angebot beinhaltet neben der Förderung der Fein- und Grobmotorik, der Sinneswahrnehmung und dem Aggressionsabbau ganz besonders gruppenwirksame Fähigkeiten wie das Regellernen, die Toleranz gegenüber Schwächeren und das Lernen voneinander.

    Während des Freispiels werden den Kindern unterschiedliche Anregungen und Vorschläge zur Gestaltung ihrer “freien“ Zeit angeboten: wie z.B. Tisch-, Rollen- und Konstruktionsspiele, Vorlese- und Erzählkreise.

    Jeder unserer Gruppenräume ist mit vielen Rückzugsmöglichkeiten ausgestattet, wie Spiel-, Lese-, Kuschelecken und Bauteppiche.

    Vielfältige Lehr- und Lernmittel, Spiele, Bücher, Gesellschafts-, Strategie-, Konstruktions- und Kartenspiele, sowie Puzzle, Mal- und Bastelmaterialien sind in den verschiedenen Bereichen allen Kindern zugänglich und laden zum Spielen ein.

    Die gemeinsam erlebte Zeit wird unter anderem auch zu vielfältigen Kleingruppen- und Einzelgesprächen genutzt, in denen die Kinder mit ihren persönlichen Gefühlen wie Ängsten, Freuden, Wut angenommen werden.

    Bei schönem Wetter nutzen wir unser großzügiges Außengelände mit Schaukeln, großem Sandkasten dem wunderschönen Kletterpark und der Rasenfläche, die zu einem Picknick einlädt.

  • Öffnungszeiten

    Durch die OGGS ist die ganzheitliche Betreuung der Kinder, unabhängig vom Stundenplan, von 7.30 Uhr bis 16.00 Uhr garantiert. Abholzeiten sind 15.00 Uhr und von 15.45 Uhr.

    Die Offene Ganztagsgrundschule ist kein Pflichtangebot für alle Schülerinnen und Schüler. Entscheidet man sich aber für sie, ist eine Teilnahme aus pädagogischen und organisatorischen Gründen für die Dauer eines Schuljahres bindend. Die Anmeldung verpflichtet in der Regel zur Teilnahme an fünf Tagen pro Woche bis mindestens 15.00 Uhr.

    Es besteht jedoch die Möglichkeit an maximal 2 Tagen pro Woche eine regelmäßige Freistellung zu beantragen.

    • Die Freistellungsanträge (in der OGGS erhältlich) sind spätestens 2 Wochen nach Schuljahresbeginn in der OGGS abzugeben.
    • Sie müssen von der Schulleitung unterschrieben werden.
    • Eine Kopie des Antrages wird an die Schulverwaltung weitergeleitet.

    Gründe für eine Freistellung sind:

    • Außerschulische Bildungsangebote (z.B. Sportverein, Musikschule)
    • Ehrenamtliche Tätigkeiten (Kirche, Religionsgemeinschaft, Jugendgruppen)
    • Therapien
    • Familiäre Ereignisse (Umgangsrecht Vater/ Mutter, Oma-/ Opa-Tag)

    Im Antrag muss einer der o.g. Gründe angegeben werden!

    Des Weiteren gibt es Anträge für eine einmalige Freistellung.

    Es werden pro Kind maximal 3 spontane Freistellungen pro Monat genehmigt.

    Betreuung während der Schulferien

    Während der Weihnachts- und Pfingstferien sowie in den letzten drei Wochen der Sommerferien bis zum Schuljahresbeginn ist die Offene Ganztagsgrundschule geschlossen. In den Oster- und Herbstferien und den ersten drei Wochen der Sommerferien, sowie an den beweglichen Ferientagen wird die Ferienbetreuung in Kooperation mit den anderen Ennepetaler Ganztagsgrundschulen an einem Standort durchgeführt.

  • Mitarbeiter

    Unsere OGGS Gruppen werden von staatlich geprüften anerkannten Erzieherinnen und Erzieher geleitet.

    Neben den pädagogischen Fachkräften kommen zur Durchführung der Hausaufgabenbetreuung, Förder-, Bildungs- und diverser Freizeitangebote ergänzend Fachkräfte und Nichtfachkräfte (bei pädagogischer Eignung), Studierende und Praktikanten zum Einsatz.

    Kooperationspartner, wie der SV Büttenberg, Rot-Weiß Büttenberg und die TG Rote Erde Schwelm, unterstützen unsere Arbeit in den Bereichen Sport und Basketball mit ihren Übungsleitern.

    Frau Wieberneit
    Frau Wieberneit
    OGGS-Gesamtleitung
    Gruppenleitung
    Rote Gruppe
    Frau Adam
    Frau Adam
    Gruppenleitung
    Blaue Gruppe
    Frau Berlin
    Frau Berlin
    Gruppenleitung
    Grüne Gruppe
    Frau Bergmann
    Frau Bergmann
    Gruppenleitung
    Gelbe Gruppe

    Mitarbeiterinnen der OGGS Büttenberg
    Mitarbeiterinnen der OGGS Büttenberg

  • Mittagsessen

    Der „pädagogische Mittagstisch“ ist ein wichtiger Bestandteil des Tagesablaufes in der OGGS.

    Alle Kinder der OGGS erhalten täglich von 13.15 Uhr – 14.00 Uhr eine warme, ausgewogene und abwechslungsreiche Mittagsmahlzeit. Das gemeinsame Essen ist verpflichtend. Als Mittelpunkt des Tages haben die Kinder hier Zeit, in Ruhe zu essen, sich auszutauschen und den Trubel des Grundschulalltags hinter sich zu lassen und neue Energie zu tanken.

    Während des Essens legen wir Wert auf gute Tischmanieren und eine angenehme Atmosphäre. Auf kulturelle und religiöse Besonderheiten beim Essen wird Rücksicht genommen. So wird z.B. kein Schweinefleisch angeboten.

    Sollten Ihnen Nahrungsmittelunverträglichkeiten Ihres Kindes bekannt sein, sprechen Sie uns bitte an, damit wir sie bei der Speisenauswahl berücksichtigen können.

    Das Mittagessen wird von der „Menü Manufaktur Hofmann“ bezogen. Es wird in Mehrportionsschalen tiefgefroren geliefert und in speziellen Kombidämpfern vitamin- und nährstoffschonend zubereitet. Unsere Mahlzeiten zeichnen sich dadurch aus, dass sie schmecken und gleichzeitig eine nahrhafte, ausgewogene und altersgerechte Ernährung ermöglichen.

    Die meistens Produkte stammen aus regionalen Betrieben und es steht ein umfangreiches Bio-Sortiment mit hochwertigen Produkten aus kontrolliert biologischem Anbau zur Verfügung.

    Als umweltbewusste Menü-Manufaktur wird das Essen in den innovativen BIOPAP-Mehrportionsschalen geliefert, die kompostierbar und vollständig abbaubar sind.

  • Hausaufgabenbetreuung

    Die Kinder der OGGS haben die Möglichkeit ihre Hausaufgaben in der Schule zu erledigen. Sie werden dabei von Mitarbeiter/innen und Lehrer/innen betreut.

    Die Hausaufgabenbetreuung in der Schule ist ein Gruppenangebot, kein Nachhilfe- oder Förderunterricht. Aus diesem Grund können Sie als Eltern nicht erwarten, dass durch die Hausaufgabenbetreuung Schülerinnen und Schüler, die Schwierigkeiten beim Lösen der Aufgaben haben, mit einem Mal ein hohes Leistungsniveau erreichen. Man muss bedenken, dass die Kinder die Aufgaben immer nur im Rahmen ihrer Fähigkeiten erledigen können.

    Die Mitarbeiter/innen bieten in der Hausaufgabenbetreuung durch eine klare Struktur ihre Unterstützung an, indem den Schülerinnen und Schülern eine feste Zeit, ein Raum, eine angemessene Atmosphäre und ein steter Ansprechpartner geboten wird, der Hilfestellungen und Denkanstöße bei schwierigen Aufgaben gibt.

    Die Kinder sollen die Hausaufgaben so weit wie möglich selbstständig erledigen.

    In der OGGS werden nur die schriftlichen Hausaufgaben angefertigt.

    Spezielle Übungen wie Lesen, Auswendiglernen, Vorbereitung auf Klassenarbeiten oder das „Ein mal Eins“ lernen sind Aufgabe der Eltern.

    Unsere gemeinsame Verantwortung

    Lehrer und Lehrerinnen …

    1. … wählen im Umfang angemessene und für alle Schüler und Schülerinnen verständliche Aufgaben aus. Die Aufgaben müssen daher keineswegs für alle gleich sein.
    2. … sorgen dafür, dass alle Hausaufgaben schriftlich notiert werden können.
    3. … würdigen regelmäßig die gemachten Hausaufgaben.
    4. ... informieren Eltern, wenn Hausaufgaben wiederholt nicht erledigt wurden.

    Schüler und Schülerinnen …

    … übernehmen die Verantwortung für die Erledigung ihrer Hausaufgaben.

    1. … führen ein Hausaufgabenheft und notieren sich ihre Hausaufgaben selbstständig in dieses.
    2. … sorgen dafür, dass sie die notwendigen Materialien haben.
    3. … sie erledigen ihre Hausaufgaben in Stillarbeit und nehmen Rücksicht auf ihre Mitschüler und Mitschülerinnen.
    4. … konzentrieren sich auf ihre Arbeit, arbeiten zügig, ordentlich, selbstständig und zielgerichtet in der ihnen zur Verfügung stehenden Zeit.
    5. … sie zeigen an, wenn sie Hilfe brauchen oder fertig sind.
    6. … sie erledigen mündliche Hausaufgaben (Kopfrechnen, Lesen, Auswendiglernen o.ä.) zu Hause.

    OGGS-Mitarbeiter & Lehrer und Lehrerinnen in der Hausaufgabenbetreuung …

    1. … sorgen für einen festen Zeitrahmen, in dem die Hausaufgaben in einer ruhigen Arbeitsatmosphäre erledigt werden können.
    2. … geben bei Bedarf kleine Hilfestellungen, jedoch keine Nachhilfe.
    3. … führen eine eingeschränkte Berichtigung durch (Absprache mit den Lehrern), da der Wissensstand des Schülers oder der Schülerin für den Lehrer und die Eltern ersichtlich sein soll.
    4. … schreiben eine kleine Notiz, wenn die Hausaufgaben nicht oder unvollständig erledigt wurden (ggf. Angabe von Dauer und Grund).

    Eltern / Erziehungsberechtigte …

    1. … sorgen dafür, dass nachzuholende oder noch nicht vollständig Aufgaben erledigt werden.
    2. … helfen ihren Kindern dabei, den Schulranzen/die Schultasche aufzuräumen.
    3. … erneuern ggf. die Arbeitsmaterialien.
    4. … kontrollieren regelmäßig das Hausaufgabenheft und die Postmappe.
    5. … wenden sich bei Fragen oder Problemen an die OGGS Hausaufgaben-Mitarbeiter oder Gruppenleitungen ihres Kindes.
    6. … würdigen die Hausaufgaben ihrer Kinder und schauen sie in regelmäßigen Abständen an.
  • Bildungsangebote (AGs)

    Die Bildungsangebote im Nachmittagsbereich bieten ein breites Spektrum an verschiedenen Aktivitäten für die Kinder.

    Doch der Begriff „Bildungsangebote“ führt oft auf eine falsche Fährte. Hier steht nämlich nicht die reine Wissensvermittlung im Vordergrund, sondern Bildungsangebote sind Angebote, bei denen die Interessen, die Neugier und der Spaß der Kinder im Vordergrund stehen. Dennoch verbinden sie den Spaß auch immer mit einem Bildungsaspekt.

    Ebenfalls leisten diese Angebote auch einen wertvollen Beitrag zur sozialen Erziehung. Kinder lernen in einer Gruppe angemessen miteinander umzugehen, einander zu helfen und Rücksicht zu nehmen.

    Wir bieten Angebote aus folgenden Bereichen an: Sport und Spiel, Tanz, Fußball, Basketball, Schwimmen, Entspannung, Kreativität.

    Im Vordergrund stehen bei uns Bewegungsangebote

    Kinder brauchen viel Bewegung. Bewegungsmangel führt zu Haltungsschäden, zu Fettleibigkeit, Antriebs- und Appetitlosigkeit. Bewegungsmangel ist symptomatisch für unsere Zeit. Zu viel fernsehen, fehlende Spielplätze, zu kleine Wohnungen und empfindliche Nachbarn sind einige Ursachen dafür.

    Ein regelmäßiges Bewegungsangebot ist daher unerlässlich zur langfristigen Gesunderhaltung der Kinder.  Darüber hinaus macht es den Kindern großen Spaß, unterschiedliche Bewegungsmöglichkeiten auszuprobieren.

    Wahrnehmung und Bewegung hat eine wesentliche Bedeutung für die körperliche und motorische, für die psychosoziale sowie die kognitive Entwicklung der Kinder.

    Aus diesem Grund bietet der offene Ganztag neben speziellen Sportangeboten (Fußball, Basketball, Tanzen, Hallensport) auch genügend Kletter-, Lauf- und Spielmöglichkeiten an, die das einzelne Kind in seinen Möglichkeiten fördert und fordert.

  • Ein Ausschnitt aus unserem Pädagogischen Konzept:

    Die Bedingungen, unter denen Kinder in unsere Gesellschaft leben, haben sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Dabei wirkt sich vor allem der Wandel der Familie auf die Kindheit aus. Dies hat auch das Aufgabenfeld der Schule verändert, da folgende Aspekte berücksichtigt werden sollen:

    • Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll ermöglicht werden.
    • Die Rückkehr insbesondere von Frauen in den Beruf soll erleichtert werden.
    • Soziale Probleme in der Schule sollen gemildert werden.
    • Kinder und Familien mit schwierigen Erziehungssituationen sollen unterstützt werden.

    Von den verlässlichen Unterrichtszeiten an den Grundschulen profitieren nicht nur die berufstätigen Mütter und Väter. Auch die Pädagogen sind sich einig, dass ein regelmäßiger Tagesablauf, in dem Unterricht, Erziehung, Spielen und Lernen ihre Zeit haben, auf Dauer ein Gegengewicht bilden kann zu den veränderten Lebensbedingungen heutiger Grundschüler deren Alltag oft von Hektik, Überforderung, Termindruck, Medien und Musikberieselung geprägt ist.

    Die Grundlage für den offenen Ganztag bilden die im Schulprogramm festgeschriebenen Erziehungs- und Bildungsschwerpunkte.

    Lehrer/innen und Betreuer/innen tragen gemeinsam dazu bei, Kinder in ihrer individuellen Entwicklung, mit ihren Wünschen und Bedürfnissen und auf der Basis ihrer persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten ernst zu nehmen und zu fördern.

    Kindgemäße Entwicklung, kindgemäßes Erkennen und Lernen braucht mehr Zeit als an Halbtagsschulen üblicherweise zur Verfügung steht, denn Schule ist mehr als Unterricht.

    Schulen mit einem erweiterten Zeitrahmen haben die Möglichkeit, Lernprozesse in Ruhe anzubahnen und diese auch entwickeln zu lassen. Im rhythmisierten Tagesablauf der Kinder, der durch Phasen von Anspannung und Entspannung gekennzeichnet ist, lassen sich aktuelle Lebensbezüge oder Situationsanlässe besser nutzen. Eine besondere Stärke liegt in der zielgerichteten Förderung und Forderung einzelner Schüler/innen. Für Kinder mit Migrationshintergrund verbessert das ganztägige Verbleiben in der deutschsprachigen Schulumwelt die Sprachentwicklung und die Integration. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Hausaufgabenbetreuung, so dass man von einer Entlastung in der Familie sprechen kann.

    Die Kinder erleben einen Tagesablauf, der ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen entgegenkommt, ihr Interesse weckt und ihren Horizont erweitert.

    Wir wollen ihre persönlichen Ressourcen entdecken und fördern als Basis für eine ganzheitliche Entwicklungsbegleitung in den Bereichen Sozialkompetenz, Emotionalität, Kognition und Motorik.

    Ganztagsschule hält am Bildungsauftrag fest und möchte das Kind als aktiver Gestalter seines Lebens unterstützen, begleiten und anerkennen. Wir möchten eine ganzheitliche Förderung mit Kopf, Herz und Hand als Grundvoraussetzung für eine optimale Entwicklungsförderung, das Gemeinschaftsklima fördern und Ausgrenzungen vermeiden, soziale Beziehungen fördern, Selbstsicherheit und Selbstverantwortung vermitteln und stärken. Denkanstöße geben, Fähigkeiten und Fertigkeiten fördern.

    Durch die Jahrgangsmischung und die dadurch entstehende Heterogenität hinsichtlich des Entwicklungsalters ist von Beginn an eine familienähnliche Gemeinschaft gegeben. Dadurch finden Gemeinschaft und soziales Lernen auf fast allen Ebenen statt. Wir sehen besondere pädagogische Schwerpunkte in der Förderung der sozialen Kompetenz der Kinder. Gerade in den nachmittäglichen altersgemischten Gruppen sollen der richtige Umgang der Kinder miteinander, entsprechendes Verhalten gegenüber den betreuenden Erwachsenen und das Übernehmen von Aufgaben in der Gemeinschaft wichtige Erziehungsziele sein. Dabei spielen alltägliche Gemeinschaftsaktionen wie z. B. auch das gemeinsame Mittagessen eine wichtige Rolle.

  • Ein Ausschnitt aus unserem Schutzkonzept

    Einleitung

    Missbrauch ist an keinen Ort gebunden. Er findet in allen sozialen Räumen wie Familie, Verein oder Schule statt. Die Schule und der offene Ganztag, ein pädagogischer Raum für Kinder, hat einen besonderen Bildungs-, Erziehungs- und Schutzauftrag. In ihr bauen die Kinder soziale Kontakte auf, erwerben Fähigkeiten und Fertigkeiten und gestalten den schulischen Raum mit.

    Mit einem Schutzkonzept gegen sexuelle Gewalt wollen wir, die Offene Ganztagsgrundschule Büttenberg in Ennepetal dafür sorgen, dass Missbrauch hier keinen Raum erhält, dass Kinder hier keine sexuelle Gewalt durch Erwachsene oder andere Schüler oder Schülerinnen erleben.

    Eine Risikoanalyse ist für uns ein wesentliches Instrument, um Gefahrenpotentiale und mögliche Gelegenheitsstrukturen sowie Schutzstrukturen in unserer Schule zu erkennen. Die Entwicklung einer Kultur der Achtsamkeit bedeutet für uns auch, unsere Organisationsstrukturen und alltäglichen Abläufe auf Risiken und Schwachstellen, die sexualisierte Gewalt ermöglichen oder sogar begünstigen, zu überprüfen.

    In der OGGS werden, durch den engeren Bezug zu den Kindern die Signale, die auf eine Gefährdung hindeuten oftmals zuerst wahrgenommen.

    Deshalb soll die OGGS ein Kompetenzort sein, an dem Kinder, die innerhalb oder außerhalb der Schule von sexueller Gewalt bedroht oder betroffen sind, Hilfe und Unterstützung finden.

    Die Kinder können mit Mitarbeitern ihres Vertrauens sprechen. Das Gespräch wird vertraulich behandelt. Nach Absprache mit dem Betroffenen werden weitere Mitarbeiter oder Fachkräfte hinzugezogen.

    Leitbild

    Als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Offenen Ganztagsgrundschule Büttenberg betreuen wir Grundschulkinder in verschiedenen Bereichen und arbeiten mit ihnen zusammen. So tragen wir, genauso wie die Schule eine große Verantwortung für ihr körperliches, geistiges und seelisches Wohl. Deshalb haben wir auch die Pflicht, sie vor jeder Form von Übergriffen, Missbrauch und Gewalt zu schützen. Dieser Schutz erfordert ein Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen, bedarf aber als Fundament einer klaren, selbstverständlichen Grundhaltung jeder einzelnen Mitarbeiterin und jedes einzelnen Mitarbeiters, um entsprechend unserem Auftrag die Begegnungen mit Kindern in einer Kultur der Achtsamkeit zu gestalten.

    Das Arbeitsfeld in der OGGS bietet persönliche Nähe und Gemeinschaft. Unsere Arbeit mit den Kindern und innerhalb des Teams ist von Respekt, Wertschätzung und Vertrauen geprägt. Wir achten Persönlichkeit und Würde von Kindern und Mitarbeitern.

    Um die uns anvertrauten jungen Menschen zu schützen, verpflichten wir uns, klare Positionen zu beziehen, damit in der Kinderarbeit Grenzverletzungen, sexueller Missbrauch und Gewalt jeglicher Art vermieden werden.

    Die Kinder sollen die Gewissheit haben, dass sie ernst genommen werden, offen sprechen und bei Problemen Hilfe erwarten können. Denn die Kinder sollen sich bei uns wohlfühlen und sichere Lebensräume finden.

    Wir gestalten die Beziehungen zu den Kindern transparent in positiver Zuwendung und gehen, auch in unserem Interesse, verantwortungsbewusst mit Nähe und Distanz um. Individuelle Grenzen der Kinder werden von uns unbedingt respektiert. Dies bezieht sich besonders auf die Intimsphäre und persönlichen Grenzen der Scham von Kindern.

    In unserer Rolle und Funktion als Mitarbeiter in einer Offenen Ganztagsgrundschule haben wir eine besondere Vertrauens- und Autoritätsstellung.

    Wir bemühen uns, jede Form persönlicher Grenzverletzung bewusst wahrzunehmen und besprechen diese Situationen offen im Team. Abwertendes Verhalten wird von uns benannt und nicht toleriert. Im Konfliktfall ziehen wir (professionelle) fachliche Unterstützung und Hilfe hinzu. Der Schutz der Kinder steht dabei an erster Stelle.

    Wir sind offen für Feedback und Kritik und betrachten sie als Möglichkeit, die eigene Arbeit zu reflektieren und zu verbessern.


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